Xarelto

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Was ist Xarelto?

Xarelto zählt zu den Gerinnungshemmern, auch Antikoagulantien genannt. Diese Gruppe steht für Medikamente, die in den Blutgefäßen eine Bildung von Blutgerinnseln verhindern, wodurch sich das Thromboserisiko senkt.

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Artikel: Xarelto 2.5 mg - 10 mg - 15 mg - 20 mg Tabletten Kategorie:
Beschreibung

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Xarelto Informationen

Xarelto Neutrale VerpackungIn den Apotheken oder in den Online-Shops stehen unterschiedliche Varianten des Mittels Xarelto zur Verfügung. Dazu gehören:

  • Xarelto mit 2.5 Milligramm Wirkstoff und 56 Tabletten
  • Xarelto mit 10 Milligramm Wirkstoff und 10 Tabletten
  • Xarelto mit 10 Milligramm Wirkstoff und 30 Tabletten
  • Xarelto mit 10 Milligramm Wirkstoff und 100 Tabletten
  • Xarelto mit 15 Milligramm Wirkstoff und 28 Tabletten
  • Xarelto mit 15 Milligramm Wirkstoff und 42 Tabletten
  • Xarelto mit 15 Milligramm Wirkstoff und 100 Tabletten
  • Xarelto mit 20 Milligramm Wirkstoff und 28 Tabletten
  • Xarelto mit 20 Milligramm Wirkstoff und 100 Tabletten

Für die Aushändigung des Mittels benötigen Sie ein Rezept. Wie erhalten Sie ein Rezept? Füllen Sie auf unsere Seite den Online-Fragebogen aus. Unser Arzt wird sich die Angaben ansehen und über ein Rezept und deren Richtigkeit entscheiden. Es ist wichtig, dass Sie ehrlich und ausführlich Ihre Angaben machen, um unnötigen Risiken zu vermeiden.

Was ist Xarelto?

Die einzelnen Tabletten enthalten den Wirkstoff Rivaroxaban. Der Stoff ist ein sogenanntes direktes Antikoagulans. Ärzte nutzen das Medikament, um die Wirkung eines bestimmten Gerinnungsproteins im Blut zu hemmen. Das Protein nennt sich Faktor Xa. Mithilfe von Xarelto kommt es zu einer niedrigeren Gerinnung des Blutes, wodurch sich weniger Blutpfropfen in den Blutgefäßen bilden. Allerdings ist im Gegensatz zu anderen Arten von Gerinnungshemmern eine genaue Überwachung des Arztes nicht nötig.

Bekanntermaßen können viele Erkrankungen und Umstände die Gerinnung des Blutes beeinflussen. Ist die Gerinnungsfähigkeit herabgesetzt, kommt es schnell zu einer Blutung bis zum Verbluten. Im Gegensatz dazu führt eine gesteigerte Gerinnungsfähigkeit, in den Gefäßen, zu Blutgerinnseln. Diese Gerinnsel werden von dem Blutstrom mitgerissen und wandern in kleinere Gefäße, wo es dann zu einer Verstopfung kommt. Die zu versorgenden Organe und Gewebe erhalten dann zu wenig Sauerstoff und es kann bei wichtigen Organen wie dem Herz oder dem Gehirn schnell zu lebensbedrohlichen Umständen kommen.

Blutgerinnung – ein komplexer Vorgang:

Anfänglich lagern sich Blutplättchen, auch Thrombozyten genannt, an Stellen in den Gefäßen an, beispielsweise in Bereichen einer Verletzung. Provisorisch bildet sich ein erster Wundverschluss. Normalerweise dauert dieser Vorgang rund ein bis vier Minuten. Selbst bei verletzungsfreien Gefäßen kann es zur Bildung von Gerinnsel bei einer gesteigerten Blutgerinnung kommen.

Der Körper versucht, diesen losen Wundverschluss zu verfestigen und lagert das Klebereiweiß Fibrinogen zu langen Fibrinfäden zusammen. Durch diese Aktivierung zu dem „klebenden Fibrin“, nicht klebendes Fibrinogen wird durch das Enzym Thrombin erzeugt, welches durch andere Produkte des Gerinnungssystems aktiviert wird. Ein Gerinnungsfaktor nennt sich Xa. Eine Hemmung entsteht durch die Wirkstoffe wie Rivaroxaban, wodurch sich die Gerinnungsfähigkeit sehr effektiv herabsetzen lassen. Ärzte messen diese Fähigkeit mithilfe eines Quick-Wertes oder INR-Wertes.

Aufnahme / Abbau / Ausscheidung: Nach der oralen Einnahme wird Rivaroxaban fast vollständig und schnell ins Blut aufgenommen, über die Darmwand. Zu messen ist die höchste Blutkonzentration nach zwei bis vier Stunden nach der Einnahme. Die Leber baut bis zu zwei Drittel des Wirkstoffs ab, teilweise über die sogenannten CYP-Enzyme, welche auch für den Abbau weitere Wirkstoffe verantwortlich sind. Die entstehenden Stoffwechselprodukte werden zu einer Hälfte durch den Urin und zur anderen Hälfte über den Stuhl ausgeschieden. Das verbleibende Drittel des Wirkstoffs, verlässt den Körper, nicht abgebaut, mit dem Urin.

Preis Xarelto in Deutschland

  • Xarelto 2.5 mg – 10 mg – 15 mg – 20 mg Tabletten – 97,70 €

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Wann nutzen die Ärzte Xarelto?

XareltoSobald das Gleichgewicht zwischen dem Gerinnungs- und dem gerinnungshemmenden Mechanismus unausgewogen ist, bilden sich Blutpfropfen. Löst sich dieser Blutpfropf, verstopft er anderswo ein Gefäß oder eine Vene. Diese Verstopfung kann teilweise oder ganz die Venen und Gefäße betreffen und nennt sich Thrombose. Leidet ein Patient an einer Thrombose tauchen schwerwiegende Folgen auf: ein Herzinfarkt, eine Hirnblutung oder eine Lungenembolie.

Mithilfe von Xarelto wird die Gerinnungsneigung des Blutes verringert, wodurch weniger Blutgerinnsel entstehen und sich das Thromboserisiko verringert.

Anwendungsgebiete für Xarelto:

  • Thrombosevorbeugung bei Hüftoperationen
  • Thrombosevorbeugung bei Knieoperationen
  • Vorbeugung eines Schlaganfalls bei einem Vorhofflimmern
  • Behandlung von Beinthrombosen
  • Behandlung von Lungenembolien

Anwendungshinweise für Xarelto

Richten Sie sich immer nach den Anweisungen des Arztes. Wir können hier nur grundsätzliche Hinweise geben. Ihr Gesundheitszustand und das Krankheitsbild müssen mitberücksichtigt werden. Liegen keine anderen Hinweise vor, dann:

Es ist gut, wenn Sie die Tabletten immer zur gleichen Uhrzeit einnehmen, so können Sie die Einnahme nicht so schnell vergessen. Die Wirkung direkter Antikoagulantien, so auch Xarelto, klingt schnell ab, weswegen eine tägliche Einnahme unbedingt notwendig ist.

In dem Fall, dass Sie Xarelto zweimal am Tag einnehmen müssen, verteilen Sie den Einnahmezeitpunkt gleichmäßig auf den Tag. Ratsam sind bei einer Verteilung, die Zeiten morgens und abends. Tabletten mit einer Wirkstoffmenge von 15 Milligramm oder 20 Milligramm müssen Sie zu den Mahlzeiten einnehmen. Bei einer Wirkstoffmenge von 2,5 Milligramm und 10 Milligramm können Sie die Tabletten auch ohne Nahrung einnehmen.

Achten Sie darauf, dass Sie die Tabletten im Ganzen schlucken und ausreichend Flüssigkeit nutzen. Ist diese ganze Einnahmeweise für Sie nicht möglich? Zerstoßen Sie die Tabletten und nutzen etwas Apfelmus oder Wasser zum Auflösen.

Sie haben die Einnahme vergessen: Nutzen Sie eine einmalige Einnahme am Tag, können Sie die Einnahme von Xarelto später am Tag nachholen. Liegt bei Ihnen eine Dosierung von zweimal am Tag vor, dann nehmen Sie die vergessene Dosis am gleichen Tag ein, sogar wenn der nächste Einnahmezeitpunkt näher gerückt ist. Sie stellen das Vergessen erst am nächsten Tag fest, so lassen Sie die vergessene Dosis ausfallen und fahren mit der Behandlung fort wie immer.

Für weitere Informationen über Xarelto lesen Sie den Beipackzettel vor dem Beginn einer Therapie.

Ist Xarelto ohne Rezept möglich?

Nein, für die Verwendung von Xarelto ist immer ein Rezept erforderlich. Dies kann durch eine Beratung über die (Online-) Apotheke angefordert werden.

Wie lautet die richtige Dosierung von Xarelto?

Der Arzt legt die richtige Dosierung für Sie fest. Bitte weichen Sie nicht davon ab. Die üblichen Dosierungsrichtlinien für Xarelto lauten:

Erwachsene nehmen, je nach Stärke der Erkrankung, ein bis zweimal am Tag die verordnete Anzahl Tabletten mit der verordneten Stärke.

Ärzte verschreiben Xarelto nur bei Kindern und Jugendlichen ab einem Körpergewicht von 30 Kilogramm. Die passende Dosierung für unsere jüngeren Patienten erteilt der Arzt. Alle zusätzlichen Informationen von Xarelto entnehmen Sie dem Beipackzettel.

Welche Nebenwirkungen, bei einer Therapie mit Xarelto, sind bekannt?

Es ist möglich, dass Xarelto Nebenwirkungen verursacht, allerdings treten diese nicht bei jedem Patienten auf. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören:

  • ein erhöhtes Blutungsrisiko: Deswegen besteht die Möglichkeit schneller an Nasenbluten, blauen Flecken oder Blutergüssen zu leiden. Achten Sie auch darauf, ob Sie Blut im Stuhl oder Urin sehen, dann kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, sobald Sie Blutungen in den Augen oder ungewöhnliche vaginale Blutungen feststellen.
  • Fieber
  • Magen- und Darmbeschwerden (Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen oder Verstopfungen
  • Juckreiz
  • Kopfschmerzen
  • Ausschlag
  • Schwindel

Der Beipackzettel enthält eine vollständige Übersicht aller möglichen Nebenwirkungen von Xarelto. Stellen Sie eine oben genannte Nebenwirkung oder andere Beschwerden fest, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Xarelto Beipackzettel

Wann dürfen Sie Xarelto nicht anwenden?

Ein Gerinnungshemmer ist nicht für jeden Menschen geeignet. Bitte nutzen Sie Xarelto nicht, wenn:

  • Sie leiden an einer Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Rivaroxaban. Fragen Sie Ihren Arzt nach einer Alternative.
  • Sie leiden an einer Überempfindlichkeit gegenüber anderen Inhaltsstoffen von Xarelto. Fragen Sie Ihren Arzt nach einer Alternative.
  • Sie weisen Nierenfunktionsstörungen auf
  • Sie leiden an einer schweren Blutung
  • es besteht bei Ihnen ein erhöhtes Risiko auf starke Blutungen (möglicherweise bei bestimmten Lebererkrankungen, einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür oder einem Aneurysma)
  • Sie sind schwanger
  • Sie nutzen bereits einen anderen Gerinnungshemmer, dies gilt nicht bei einer Umstellung der Medikamentenwahl
  • Sie stillen

Es ist in einigen Fällen besondere Vorsicht bei der Anwendung von Xarelto geboten:

Patienten mit einem erhöhten Blutungsrisiko, aufgrund einer Nierenerkrankung, bestimmten Erkrankungen der Lunge oder der Augen, stark erhöhten Blutdruck oder Erkrankungen des Magen- und Darmtrakts, müssen dies Ihrem Arzt mitteilen. Die Entscheidung eine Therapie mit Xarelto zu beginnen, muss neu überdacht werden.

Sie haben Kenntnis, dass Sie an dem Antiphospholipid-Syndrom leiden, dann informieren Sie Ihren Arzt.

Falls in der Vergangenheit bei Ihnen eine künstliche Herzklappe eingesetzt wurde, benötigt der Arzt diese Information.

Entnehmen Sie weitere Warnhinweise zur Anwendung dem Beipackzettel. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Kann es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Xarelto kommen?

Bekannterweise kann es mit der Einnahme von bestimmten Medikamenten zu Wechselwirkungen kommen. Das bedeutet, die Mittel beeinflussen sich gegenseitig in der Wirkung. Bei Xarelto sind mögliche Wechselwirkungen bekannt mit:

  • entzündungshemmenden Schmerzmitteln, beispielsweise Diclofenac oder Celecoxib
  • Medikamenten, welche die Blutgerinnung beeinflussen: dazu gehören Aspirin, Phenprocoumon oder Acenocoumarol
  • einige Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen
  • Arzneimittel zur Behandlung von Virusinfektionen (Ritonavir)
  • bestimmte Antidepressiva
  • pflanzliche Heilmittel, beispielsweise Johanniskraut
  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (Ketoconazol)
  • einige Medikamente gegen Epilepsie (Carbamazepin)

Lesen Sie den Beipackzettel aufmerksam durch und finden Sie alle Medikamente, mit denen Wechselwirkungen auftreten können. Sprechen Sie unbedingt auch mit Ihrem Arzt über die Einnahme unterschiedlicher Mittel.